Fremdsprachenwettbewerb: Stein-Schüler die besten in NRW

Weil pandemiebedingt ihr selbst geschriebenes Theaterstück nicht in Präsenz einstudiert werden durfte, verlagerten fünf Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b auf Anraten von Frau Schubert ihre Drehorte auf ZOOM. Passender hätte ihr Zukunfts-Thriller „Covid-21“ nicht dargestellt werden können.

Das Stück handelt von vier Jugendlichen während einer Virus-Pandemie, die noch viel gefährlicher und tödlicher ist als Covid-19. Die jungen Leute verlieren ihre Angehörigen, haben von diesen aber noch rechtzeitig eine Art „Gegengift“ (Nano-Roboter zum Injizieren) bekommen. Ein Mädchen stirbt allerdings an dem Heilmittel (eindrucksvoll dargestellt von Emma Marx). Die anderen drei forschen im Labor der Angehörigen und werden fündig. Sie schicken den Bauplan für die Nanoroboter an überlebende Wissenschaftler/ innen in aller Welt. Im Abspann („25 Jahre später“) erfährt man, dass die Angehörigen für ihre Forschung posthum den Nobelpreis erhalten haben, sich aber eine neue Grippe-Variante anschickt, global zu werden…

Inhalt und vor allem Sprache überzeugten die Jury des Bundeswettbewerb Fremdsprachen restlos, sodass Jan Schubert, Emma Marx, David Böhne, Fenna Lange und Sheridan Baran den 1. Platz auf Landesebene in der Kategorie „Team Schule“ belegten und sogar den Ministeriumspreis gewannen. Dazu gab es ein Preisgeld in Höhe von 300.-€ und eine Tasche voller Sachpreise, z.B. Wörterbücher.
Im Englischunterricht letztes Jahr begann das Siegerteam Ideen für seinen Film zu entwickeln und Szenen zu schreiben. Die ersten Schauspiel-Proben fanden mit Mundschutz in der Schule statt. Als auch das untersagt wurde, blieb nur noch die Option, das Projekt auf Distanz zu beenden – kein Problem dank Jan Schuberts technischer Expertise. Mehrfach traf sich die Gruppe online in den Weihnachtsferien zum Drehen. Die Hauptarbeit war schließlich das Schneiden (auch Jan).
Am 29.6. fand die Preisverleihung im Rahmen einer kleinen Feier in der Aula unserer Schule statt, zu der die Regionalbeauftragte des Wettbewerbs in NRW, Frau OStR‘ Silke Krieger. eigens mit den schweren Preisen im Gepäck angereist war.

Auf dieser Feier wurde ein weiteres im Rahmen des Bundeswettbewerb Fremdsprachen entstandenes Team-Projekt geehrt, das zwar sprachlich nicht so überzeugte wie „Covid 21“, aber, dank Frau Hebben, wegen seiner künstlerischen Qualität. „The Beuys of Germany’s 100th Birthday“handelt vom reinkarnierten Künstler Joseph Beuys (gesprochen von Levin Fabian Jörissen), der Schüler unserer Schule war und zu seinem 100. Geburtstag von seinem Hut (Lizi Poladishvili) über sein Leben befragt wird. Außerdem kommen zwei Kunstwerke (Fat Corner – Helen Verhoff und Mr. Hare aus „Wie man einem toten Hasen die Ausstellung erklärt“ – Casper Kouwenberg) zu Wort. Der Beuys-Film wird demnächst im Museum Schloss Moyland gezeigt, und Frau Dr. Isabelle Malz, Kuratorin der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf, die den Film toll fand, lud die Gruppe ein, mit ihr gemeinsam ihre Beuys-Ausstellung zu besuchen.