Ideenworkshop „Junge Mitte Kleve“

Am Donnerstag, den 21.06.2018, fand der Ideenworkshop „Junge Mitte Kleve“ in der Klever Stadthalle statt, bei dem Jugendliche zu ihren Vorstellungen einer jugendfreundlichen Stadt befragt wurden. Zu dieser Veranstaltung kamen etwa 50 Leute zusammen, wovon rund die Hälfte Jugendliche oder junge Erwachsene waren. Darunter befanden sich auch vier Schüler aus der Q1 des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, die von Frau Krach auf diese Aktion aufmerksam gemacht wurden.

Nach einem kurzen Grußwort der Bürgermeisterin Sonja Northing wurde uns von Herrn Thomas Gräbel, der Architekt und Stadtforscher in Hamburg ist, das Vorgehen erklärt. Es gab insgesamt sieben thematische Tische, an denen Vorschläge zur verbesserten Nutzung durch Jugendliche eingebracht und ausgeführt werden konnten. Dazu zählte beispielsweise das Thema Spoy und Kermisdahl, freie Parkflächen, oder auch Mobilität in Kleve. An den jeweiligen Tischen saß ein Vertreter der Stadt Kleve, der offen für unsere Vorschläge war und mit uns Vieles durchdachte. Anschließend wurden die Ideen zusammengetragen und wieder im Plenum vorgestellt.

Vorschläge von uns Schülern am Stein waren zum Beispiel die dringend nötige Hebung der Wasserqualität, sodass man möglicherweise im Sommer auch mal mit dem Wasser in Berührung kommen möchte. Außerdem schlug ich vor während des Sommers gegenüber der Stufen am Rilano Hotel eine Leinwand aufzubauen, um dort ein kleines Open-Air Kino zu errichten, sodass dort Filme für Jugendliche und Studenten, oder auch Fußballspiele gezeigt werden könnten. Dazu passte der Vorschlag Sitzkissen anzubieten und die Stufen mehr zu pflegen, da sie momentan scheinbar nicht als einladend empfunden werden. Auch am Tisch zum Thema Mobilität in Kleve gab es einige Ideen, die nicht alleine mit der Stadtplanerin, sondern auch mit einem Vertreter der NIAG besprochen werden konnten. So wurde die Reaktivierung der Bahnstrecke Kleve – Nimwegen angesprochen, oder auch die Fahrradfreundlichkeit der Stadt. Dabei fiel auf, dass es nicht leicht ist alle Leute zugleich zufrieden zu stellen, da beispielsweise Fahrradfahrer als schnellsten Weg die Fußgängerzone benutzen wollen, aber die Fußgänger dadurch belästigt werden würden. Dort müssen dann andere Wege oder Kompromisse wie eine temporäre Öffnung der Fußgängerzone gefunden werden. Jedoch gab es auch abstraktere Vorschläge wie ein großes jährliches Event, bei dem die Fußgängerzone in eine sehr große und sehr lange Wasserrutsche verwandelt wird; solche Aktionen gibt es bereits in größeren Städten der Niederlanden oder in den USA.

Zuletzt erklärte man uns, dass die Vorschläge als nächstes im Stadtrat vorgestellt und diskutiert werden. Nach dem Sommer findet dann die Fortführung der „Jungen Mitte Kleve“ statt, bei der uns dann die Ergebnisse aus dem Stadtrat präsentiert werden und man sich über konkretere Umsetzungsmöglichkeiten und den Nutzen der einzelnen Projekte unterhalten kann. – Meines Erachtens nach bislang eine sehr gelungene Aktion!

Lucas Artz, Q1