Digitaler Unterrichtsbesuch von Herrn Dr. Rasch im Distanzlernen

Ein Bericht von Jonas Glaap, Tom Scholten und Tobias Janßen

Deutschland im Distanzunterricht -Aber auch im Homeschooling sind themenbezogene Besuche und Präsentationen möglich. Der Erdkunde-Leistungskurs der Q1 von Frau van Haaren hatte beispielsweise am Montag, den 08. Februar 2021, digitalen Besuch von Herrn Dr.Joachim Rasch. Herr Dr. Rasch ist Wirtschaftsförderer der Stadt Kleve. Die Klever Wirtschaftsförderung ist verantwortlich für das gewerbliche Grundstücks-und Immobiliengeschäft sowie für das wirtschaftliche Standortmarketing der Stadt Kleve.Sein Vortrag„Vom Elefanten zum Tausendfüßler“ hatte die wirtschaftliche Entwicklung und somit den Strukturwandel der Stadt Kleve zum Thema. Im 19. und 20. Jahrhundert war die Stadt Kleve Standort verschiedener Fabriken. So siedelten sich 1888 die „Van den Bergh’schen Margarinewerke“ in Kellen an. Das Fabrikgelände ist noch heute als dasder Margarineunion bekannt.Zusätzlich wurde 1901 die „Bensdorp-Schokoladenfabrik“ in Kleve errichtet. Neben den Margarinewerken und der Schokoladenfabrik siedelte sich die „Keksfabrik XOX-Biskuitfabrik GmbH“ auf dem heutigen XOX-Gelände, zwischen dem Ortsteil Kellen und dem Klever Bahnhof, an. Das waren drei der vier Füße des Elefanten: Margarine, Kekse und Kakao.Den vierten Fuß des Elefanten bildete die Schuhindustrie in der Schwanenstadt: 1896 gründete Gustav Hofmann mit seinem Schwager Fritz Pannier die Elefanten-Kinderschuhfabrik.Der Elefant steht zwar stabil, eine solche MonostrukturiertemonostrukturierteAuslegung, bei der wenige Großunternehmen die Stützen der Wirtschaft bilden, birgt jedoch ein hohes Risiko.Doch das war die Vergangenheit. Die Gegenwart zeigt Kleve jetzt als ein Tausendfüßler -„kleinteilig, mittelständisch, robust“. Heute sind Maschinenbau, Handel, Dienstleistungen, Handwerk, Gesundheitsdienste und Kultur in der einstigen Industriestadt niedergelassen. Auch die Arbeitsplatz-Statistik zeigt ein Wachstum der Sozialversicherungspflichtigbeschäftigten in den vergangenen Jahren.Wichtig für die Entwicklung in Kleve und die Zukunft ist, laut Herrn Rasch, die robuste, kleinteilige Struktur zu erhalten, Netzwerke und die Hochschule zu fördern sowie die Jugend in Kleve zu halten.Wir, Jonas, Tom und Tobias, möchten uns im Namen des Kurses noch einmal bei Herrn Dr. Joachim Rasch dafür bedanken, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, uns über die wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt Kleve zu informieren und weitere Fragen zur Industrie in der Schwanenstadt zu stellen. Die Einblicke waren interessant und aufschlussreich! Vielen Dank.