Tage der religiösen Orientierung 2017

von Maike Schrickel. 

Wie jedes Jahr hieß es für uns Abiturienten im Januar: Zeit für Besinnung, Zeit für die Tage der religiösen Orientierung. Somit ging es für den evangelischen Religionskurs mit Frau Matthias im Gepäck am 9. Januar nach Solingen. Schon beim Eintreffen war klar, nachdem wir nach 12 Jahren Schulzeit wirklich die verschiedensten Unterkünfte erleben durften, dass der ‚Hackhauser Hof‘ deutlich über unseren Ansprüchen lag.
Nachdem wir unseren Tagungsleiter Claudius begrüßt hatten, ging es dann auch schon mit dem Programm los. Wir hatten uns zuvor einmal in Kleve getroffen, um über das Programm zu sprechen. Der Fokus sollte hauptsächlich auf dem neuen Lebensabschnitt nach dem Abitur liegen, da viele von uns noch nicht wissen, was sie später machen möchten oder was einen erwartet.
Claudius hatte verschiedene Aufgaben für uns vorbereitet, bei denen wir zeigen konnten, worüber wir uns die meisten Gedanken machten. So nahmen wir zum Beispiel gedanklich an einem Ausflug ins Kino teil, wo uns zwar nicht Brad Pitt erwartete, dafür aber das Schöne in unserem Leben, unsere Sorgen oder auch unsere eigene Vorstellung von der Zukunft. Anhand von selbstgemalten Bildern hielten wir diese Gedanken dann fest, auch wenn man nachher nicht immer erkennen konnte, was die paar Striche auf dem Papier wirklich bedeuten sollten. Bei einer anderen Übung sollten wir dann die zehn wichtigsten Dinge in unserem Leben aufschreiben, diese in eine bestimmte Reihenfolge bringen und schließlich aussortieren. Der Verzicht fiel uns jedoch ziemlich schwer, was uns aber nur darauf aufmerksam machte, wie gut wir es doch eigentlich haben, trotz der ganzen Hausaufgabenquälerei und den langen Unterrichtstagen.
Da wir eine sehr kleine Gruppe von nur acht Schülern waren, fiel es uns sehr leicht, sich zu öffnen und auf die anderen einzugehen. Besonders das Thema ‚Entscheidungen treffen‘ interessierte uns sehr und dabei ging es nicht nur darum, ob man Schokolade oder Gummibärchen bevorzugt. Wir sprachen über die Art und Weise, wie man Entscheidungen trifft, ob der Bauch oder Kopf entscheidet und ob ich mich jetzt später festlegen muss. Auch wenn wir dadurch noch nicht die Entscheidung für die bevorstehende Tätigkeit der nächsten 50 Jahre getroffen haben, so haben wir definitiv etwas Neues gelernt, was uns für den Augenblick nützlicher erschien als binomische Formeln.
Insgesamt war es eine gelungene Auszeit, bei der es keinen Zwang gab, irgendwelche Lieder zu singen oder Gebete auswendig zu lernen. Schon allein das gute Essen reichte für eine grundlegende Zufriedenheit aus und die gemütlichen Abende waren ein schöner Abschluss für die wohl letzte Fahrt unserer Schullaufbahn.
Ein Dank gilt hierbei vor allem Claudius, der unser Schweigen immer als freundliche Zustimmung interpretierte und so auf unsere Wünsche einging. Somit geht es nun für uns zurück in den Schulalltag, aber die letzten Monate werden die Lehrer uns wohl noch ertragen zu müssen, bis es dann auf nimmer Wiedersehen heißt!

Projekttage am Stein – Erster Tag

Im Augenblick finden an unserer Schule die Projekttage zum Thema „Umweltbewusstsein stärken“ statt, welche hauptsächlich von den Schülerinnen und Schülern der Q2 mit Unterstützung von Lehrern, Eltern und der Schülervertretung organisiert und durchgeführt werden.weiterlesen…