Fordern & Fördern

Fördern und Fordern – Potenziale erkennen, Angebote machen, Fortschritte hervorheben

Das „Fördern und Fordern“ gehört zum Selbstverständnis unserer pädagogischen Arbeit. Dies bezieht sich nicht allein auf das Erlernen von Wissen und Fähigkeiten in den einzelnen Fächern, sondern ebenso auf die (Weiter-) Entwicklung methodischer und sozialer Kompetenzen. In diesem Sinne fördern und fordern wir durch die Unterstützung und Lernbegleitung bei Leitungsdefiziten oder bei besonderen Begabungen, aber ebenso durch Anregungen und Angebote zur Stärkung und Entwicklung persönlicher Interessen und Fähigkeiten. Entsprechend ihrer Voraussetzungen und Interessen machen wir unseren Schülerinnen und Schülern individuelle Angebote – im Unterricht, in der Lernzeit, in Arbeitsgemeinschaften, durch Förderunterricht, in Vertiefungs- und Projektkursen, an Projekttagen, durch die Teilnahme an Wettbewerben, dem Rechtschreibtraining  oder einem Schüleraustausch, an Methodentagen, durch DaZ-Förderung etc..

 

Individuelle Förderung im Unterricht

Grundlage der individuellen Förderung ist der Unterricht. Die Fachlehrerinnen und Fachlehrer beobachten das Arbeitsverhalten, die Interessen und Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Unterricht, sie beraten sich regelmäßig mit anderen Kolleginnen und Kollegen der Klasse bzw. Jahrgangsstufe und treffen gemeinsame pädagogische Absprachen. Erkannte Stärken und Schwächen berücksichtigen die Fachlehrerinnen und Fachlehrer in ihrem Unterricht, z.B. durch individualisierte, differenzierende und gendersensible Lernwege und Aufgabenformate oder durch einen sprachsensiblen Unterricht. Der Unterricht in Doppelstunden ermöglicht ein individuelleres Eingehen auf die Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schülern.

Weitere unterrichtliche und außerunterrichtliche sowie freiwillige oder verpflichtende Bausteine des Förder- und Forderkonzeptes am Stein berücksichtigen ein hohes Maß an unterschiedlichen individuellen Voraussetzungen und Interessen. Diese sind im Folgenden dargestellt.

 

Individuelle Lernzeit in den Klassen 5 und 6

Die indiviuelle Lernzeit unterstützt den Übergang von der Grundschule auf unser Gymnasium. Ziel ist die Aufarbeitung von Lerndefiziten und das Angleichen unterschiedlicher Lernvoraussetzungen in den Hauptfächern (D, M, E, ab Klasse 6 auch F und L) sowie die Vertiefung von Wissen. Alle Schülerinnen und Schüler werden im Rahmen einer klassenübergreifenden Freiarbeit auf ihrem Niveau gefördert. Hierzu stehen differenzierte Aufgaben zur selbstständigen Bearbeitung bereit. Durch herausfordernde Aufgaben oder altersgemäße, anspruchsvolle Projektaufgaben können auch individuelle Stärken und Interessen ausgebaut werden. Fachlehrerinnen und -fachlehrer der jeweiligen Fächer beraten und unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Lernprozess und entscheiden mit dem Klassenlehrerteam, in welchem Fach und auf welchem Anforderungsniveau vordringliche Förderung notwendig ist. Im ersten Quartal der Klasse fünf werden bei allen Schülerinnen und Schüler die Lese- und Rechtschreibkompetenz beobachtet und mit speziellen Lernmodulen gefördert. Durch das begleitende Methoden-Programm zum „Lernen des Lernens“ werden die Fähigkeiten der Kinder im Bereich des selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeitens behutsam weiter gefördert.

 

Rechtschreibtraining (RST) in den Klassen 5 und 6

Wir machen heute die Erfahrung, dass zu uns eine Reihe von Kindern kommt, die trotz allgemein durchschnittlicher bis guter Leistungen besondere Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben haben. Schülerinnen und Schüler mit einer bestehenden Lese-Rechtschreib-Schwäche werden in der Erprobungsstufe qualifiziert unterstützt und begleitet. Dazu bieten wir spezielle Förderkurse an, um Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler herauszufinden und Lernhemmungen und Blockaden abzubauen. Wir wollen mit den Kindern gemeinsam die Lust am Lernen entdecken, Arbeitstechniken und Lernstrategien entwickeln und Lernlücken schließen. Koordiniert wird diese Fördermaßnahme durch eine hierzu speziell ausgebildete Lehrkraft.

 

Förderunterricht für die Klassen 5 bis 9

Schülerinnen und Schüler, die keine ausreichenden Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch oder Latein zeigen oder die kurzfristig zusätzlichen Förderbedarf, z.B. aufgrund einer längeren Erkrankung, haben, nehmen am fachbezogenen Förderunterricht am Nachmittag teil, um vorhandene fachliche Defizite aufzuarbeiten. Fachlehrkräfte der betroffenen Fächer unterstützen die Kinder und Jugendliche mit entsprechendem Fördermaterial sowie wiederholenden und vertiefenden Erklärungen. Die Teilnahme am Förderunterricht soll zeitlich begrenzt sein.

 

Schüler helfen Schülern

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 12 unterstützen die Förderung jüngerer Mitschülerinnen und Mitschüler, insbesondere in den unteren Jahrgangsstufen. Sie helfen beim Rechtschreibtraining, bei der DaZ-Förderung zugewanderter Schülerinnen und Schüler oder geben gegen ein kleines Entgeld individuelle Nachhilfe, die von der Schülervertretung vermittelt wird. Die „helfenden“ Schülerinnen und Schüler vertiefen ihre fachlichen Fähigkeiten und stärken im sozialen Miteinander ihre Persönlichkeit.

 

Begabtenförderung

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Teilnahme an Wettbewerben

Die Teilnahme an Wettbewerben, wie. z.B. an der Mathematik-Olympiade, am Känguru der Mathematik, am Wiskundetoernooi in Nijmegen, am Bundeswettbewerb Fremdsprachen, am Vorlesewettbewerb, am Biber-Wettbewerb, an Schulsport-Turnieren stellt Schülerinnen und Schüler vor besonders herausfordernde Aufgaben und fördert besondere Begabungen. Wir ermutigen unsere begabten Schülerinnen und Schüler, ihre Leistungen mit anderen zu messen, sich dem sportlichen Wettbewerb um die besten Fähigkeiten, Ideen und Lösungen zu stellen. Unsere Schülerinnen und Schüler stellen bei vielen Wettbewerben eine vergleichsweise große Teilnehmerzahl. Regelmäßig können sie dabei auch gute Erfolge erzielen. Besondere Leistungen, ob in Einzel- oder Teamwettbewerben werden von und in der Schule entsprechend gewürdigt.

 

DaZ-Förderung (Deutsch als Zweitsprache)

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Wahlpflichtkurse ab Klasse 8

In den Klassen 8 und 9 finden Wahlpflichtkurse statt, die eine zusätzliche Neigungs- und Interessenförderung ermöglichen. Dazu machen wir ein differenziertes und vielfältiges Angebot, das verschiedene Fachbereiche berücksichtigt. Unsere Schülerinnen und Schüler können Niederländisch als dritte, neueinsetzende Fremdsprache erlernen, womit sie auch in der Oberstufe einen entsprechenden Leistungskurs belegen können. Im Bereich der MINT-Fächer können die Schülerinnen und Schüler die „Algorithmen-Sprache“ im Fach Informatik kennenlernen und in unseren Computerräumen unmittelbar eigene Programmierungen ausprobieren. Die Physionomie des menschlichen Körperes und dessen Bewegungsabläufe sind Lernbereiche des Kurses Biologie-Sport. Bei einem Schwerpunkt im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich erlernen unsere Schülerinnen und Schüler im Fach Politik-Wirtschaft betriebs- und volkswirtschafltiche Grundkenntnisse. In allen Wahlpflichtkursen werden Klassenarbeiten geschrieben.

 

Vertiefungs- und Projektkurse

Vertiefungskurse werden in der Oberstufe insbesondere in den Fächern Deutsch, Mathematik und den fortgeführten Fremdsprachen angeboten. Schülerinnen und Schüler werden hier auf allen Leistungsniveaus gefördert. In der Einführungsphase können bis zu zwei Vertiefungskurse pro Halbjahr und in der Qualifikationsphase zwei Halbjahreskurse aus dem bestehenden Angebot belegt werden. Vertiefungskurse werden zweistündig unterrichtet und auf die Wochenstundenzahlen angerechnet, die Teilnahme wird auf dem Zeugnis bescheinigt.

Jahrgangsstufe 10/Einführungsphase (EP):

  • Förderkurs Mathematik (Weiterentwicklung von Grundkompetenzen)
  • Förderkurs Latein (Weiterentwicklung von Grundkompetenzen)
  • Sprachfertigkeitskurs Deutsch – Basis (Fachliche Förderung von Sprachkompetenzen)
  • Sprachfertigkeitskurs Englisch (Fachliche Förderung von englischen Sprachkompetenzen)

Jahrgangsstufe 11/Qualifikationsphase (Q1):

  • Sprachfertigkeitskurs Deutsch – Aufbau (Fachliche Förderung von gehobenen Sprachkompetenzen)
  • Cambridge-Zertifikatskurs (Kurs zur Vorbereitung auf die Zertifikatsprüfung)
  • Medienkompetenzkurs in der Q1 (Weiterentwicklung der Medienkompetenz in Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware u.a. für die Erstellung von Referaten, Fach- und Projektarbeiten)

Projektkurse werden am Stein in der Jahrgangsstufe 12 in einem ganzjährigen Kurs angeboten und sind Element der Interessen- und Neigungsförderung an unserer Schule. Fachlich sind die Projektkurse an ein oder zwei Referenzfächer angebunden. Das Referenzfach muss in der Jahrgangsstufe 11 oder 12 belegt werden. Durch Fokussierung auf einen thematischen Schwerpunkt geben Projektkurse Raum für selbstständige Recherche und Planung, eigenverantwortliche Arbeit im Team und adressatenbezogene Dokumentation der Arbeitsergebnisse und vertiefen so an einem Schwerpunktthema wissenschaftspropädeutisches Arbeiten. Der Projektkurs schließt mit einer Präsentation und schriftlichen Dokumentation ab. Daher erhalten die Schülerinnen und Schüler keine Halbjahresnoten, sondern eine Jahresnote am Ende des Projektkurses. Neben der Erweiterung unmittelbar fachbezogener Kompetenzen werden durch die Teilnahme an einem Projektkurs sowohl die Kommunikations- und der Darstellungsfähigkeit gestärkt als auch soziale und personale Kompetenzen gefördert.

Eine Übersicht über mögliche Projektkurse mit den zugehörigen Referenzfächern, von denen jährlich aber nur ein Teilangebot zur Wahl möglich ist:

  • Genre Movies and Film Theory (E)
  • Auf den Spuren der Globalisierung (EK, SOWI)
  • Die DDR – Mythos und Wirklichkeit (GE)
  • Mathematik in der Wirtschaft (M)
  • Erneuerbare Energien – Die Zukunft der Energieversorgung (PH, SW)
  • Entspannung und Lernen (SP)

 

Selbstlernzentrum

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Arbeitsgemeinschaften

Arbeitsgemeinschaften sind ein zusätzliches und freiwillig zu belegendes Angebot der Schule am Nachmittag, das insbesondere der Interessen- und Neigungsförderung gilt. Wir machen unseren Schülerinnen und Schülern ein vielfältiges Angebot. Die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften wird nicht benotet, wird aber auf den Zeugnissen ausgewiesen. Die besondere Atmosphäre erwächst durch das Jahrgangsstufen übergreifende Zusammenkommen vieler Schülerinnen und Schüler mit gleichen Interessen, sodass durch das gemeinsame Musizieren, Sporttreiben, Wandern, … und Lernen auch das Gemeinschafts(er)leben der Schule profitiert. Hier geht es zu unserem aktuellen AG-Angebot.

 

Fremdsprachenzertifikate

Fremdsprachenbegeisterte Schülerinnen und Schüler können bei uns Sprachenzertifikate in Französisch, Englisch oder Niederländisch erwerben. Neben der persönlichen Herausforderung und der Intensivierung der Fremsprachenkenntnisse ermöglichen die Zertifikate auch Zugänge zu vielen Hochschulen in den entsprechenden Ländern, ohne weitere Sprachprüfungen vor Ort ablegen zu müssen.

 

Projekttage, Schüleraustausch und mehr

Die Teilnahme an Projekttagen, an Sportwettkämpfen oder an einem Schüleraustausch (u. a. nach England oder Frankreich), der Live-Musik-Abend, das Projekt Schule-Kunst-Museum, der SteinCup, die Schülerbücherei und vieles mehr sind weitere Möglichkeiten und Angebote in unserem Schulleben, vorhandenen Neigungen und Interessen nachzugehen oder diese zu entdecken, besondere Fähigkeiten anderen zu präsentieren und Wertschätzung für diese Leistung zu erfahren. Eine aktive Teilnahme am Schulleben fördert die Kinder und Jugendlichen in vielen fachlichen Bereichen, insbesondere aber in ihrer Persönlichkeitsentwicklung.

 

Beratungen und Förderplangespräche

Für eine effektive Förderung der Schülerinnen und Schüler ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule eine wichtige Grundlage. Bei auftretenden Lernschwierigkeiten, aber auch bei Unterforderungen der Kinder sehen wir daher sowohl bei den Eltern als auch bei den Lehrerinnen und Lehrern die Verpflichtung, den Kontakt und die gemeinsame Beratung zu suchen – vor allem an Elternsprechtagen oder auch in den vorgesehenen Sprechzeiten. Gespräche und Beratungen mit den Schülerinnen und Schülern haben ebenfalls das Ziel, das Lernen effektiver zu gestalten und Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Schülerinnen und Schüler, deren Versetzung, angestrebter Abschuss oder Verbleib in der Schulform gefährdet ist, erhalten gemäß APO-SI zum Halbjahreszeugnis eine individuelle Lern- und Förderempfehlung sowie einen individuellen Förderplan, der gemeinsam von einer Lehrkraft, den Eltern und der betroffenen Schülerin/dem betroffenen Schüler beraten wird. Das Förderplangespräch findet dann in der Regel innerhalb der ersten drei Wochen des zweiten Halbjahres statt. Die in dem Gespräch getroffenen Absprachen werden im Förderplan dokumentiert.