Niederländischkurse nehmen an phonetischem Versuch teil

Am Donnerstag, dem 18. Februar, beteiligten sich insgesamt 25 Schülerinnen und Schüler der Niederländischkurse der Jahrgangsstufe 8 und der EP an einem sprachwissenschaftlichen Versuch. Mit organisatorischer Unterstützung von Herrn Thölking ließ Anne Ruß, Phonetikstudentin an der Universität Trier, die Schüler für ihre Abschlussarbeit einige Sätze auf Niederländisch in ein Aufnahmegerät sprechen. Obwohl die Situation für viele der Schüler ungewohnt war, haben sich alle ganz hervorragend geschlagen.

Viele Laute des Niederländischen sind für deutsche Muttersprachler nämlich gar nicht so einfach auszusprechen. Wer in den Niederlanden Urlaub macht und dort einen Einheimischen nach dem Weg nach Scheveningen fragt, der wird oft ganz schnell als Deutscher erkannt. Viele Deutsche sprechen dieses Wort mit einem „sch“ wie in „Tisch“ aus – Niederländer dagegen verwenden nacheinander das „s“ wie in „Nuss“ und das „ch“ wie in „Dach“. Diese Kombination von Lauten fällt Deutschen häufig schwer. Andere Laute aus dem Niederländischen kommen so im Deutschen überhaupt nicht vor, wie z.B. der Doppelvokal „ui“ in „huis“, oder werden ein wenig anders ausgesprochen.

Die Aufnahmen, die von den Schülerinnen und Schülern gemacht wurden, werden nun in Lautschrift transkribiert und analysiert. Die Untersuchung soll zeigen, welche Laute der niederländischen Sprache deutschen Muttersprachlern besondere Schwierigkeiten bereiten und was den deutschen Akzent im Niederländischen kennzeichnet. Die fertige Abschlussarbeit wird dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in einigen Monaten zur Verfügung gestellt.