Information zum Übergang auf das Gymnasium

Am 30.10.2014 informierte unser Schulleiter, Herr Hösen, zusammen mit seinem Stellvertreter und den verantwortlichen Koordinatoren für Erprobungsstufe, Mittelstufe und Oberstufe, die Grundschuleltern aus Kleve, Bedburg-Hau und Kranenburg über notwendige und hilfreiche Gesichtspunkte beim Wechsel ihrer Kinder von der Grundschule zum Gymnasium.

Die wichtigsten Aussagen hier noch einmal kompakt:

Auch wenn die Eltern nun eigenständig über die weiterführende Schule bzw. Schulform entscheiden, kommt doch der Grundschulempfehlung als Ratgeber weiterhin eine große Bedeutung zu.

Das Gymnasium ist nach wie vor der klassische und direkte Weg zum Abitur. Er sollte jedenfalls dann gewählt werden, wenn das Kind leicht und schnell lernt, eine gute Arbeitshaltung besitzt und Interesse an den schulischen Fächern zeigt. In einer Klassengemeinschaft mit vergleichbar gut lernenden Mitschülerinnen und Mitschülern können die Kinder am Gymnasium individuelle Förderung erfahren, gemeinsam Fortschritte erzielen und in guter Arbeitsatmosphäre erfolgreich sein.

Mit durchschnittlich 31,6 Wochenstunden (+ 1 Förderstunde) liegt der Stundenumfang in der „Sekundarstufe I“ des achtjährigen Gymnasiums (Klassen 5 – 9) nur wenig über dem Stundenvolumen von 30,5 Wochenstunden (+ 0,8 Förderstunde) in der „Sekundarstufe I“ (Klassen 5 – 10) der Gesamtschule, der Realschule oder der Sekundarschule. Für die Oberstufe von Gymnasium (G8) und Gesamtschule (G9) sind die inhaltlichen Vorgaben und das Stundenvolumen mit 34 Wochenstunden identisch.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen für die G8-Abiturienten keine höhere psychische Belastung als für die G9-Abiturienten. Die Ergebnisse der G8-Abiturienten sind landesweit sogar etwas besser als die der parallelen G9-Abiturienten. Für gymnasiale Schülerinnen und Schüler ist das Abitur nach acht Jahren ganz offensichtlich kein Problem.

Mit vielen geeigneten Maßnahmen erleichtern wir den Kindern den Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium:

  • Wir pflegen den regelmäßigen Kontakt zwischen Grundschule u. Gymnasium.
  • Das Klassenlehrerteam und die Klassenpaten helfen den Kindern, die neue Schule und die neue Klassengemeinschaft kennenzulernen.
  • Wir legen Wert auf die positive Begleitung der Schüler(innen) in der Schule und im Elternhaus.
  • Wir nutzen die ersten Wochen, um einen gemeinsamen Lernstand zu erreichen.
  • Wir beobachten sorgfältig die Kenntnisse im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen.
  • Stärkere und Schwächere können wir so im Unterricht und in der Lernzeit-Stunde am Vormittag gezielt fördern.
  • Weitere Lern- und Förderangebote machen wir am Nachmittag („Halbtag Plus“).
  • Über Mittag geben wir Gelegenheit zum Essen, Spielen und Entspannen.

Wir gestalten an unserem Gymnasium gutes und erfolgreiches Lernen durch:

  • verantwortungsvoll umgestaltete Lehrpläne (hausinternes Curriculum)
  • aufeinander abgestimmte Schulaufgaben und Hausaufgaben (Hausaufgabenkonzept)
  • individuelle Förderung in unterrichtlicher Binnendifferenzierung, Förderstunden und „freier Lernzeit“ (Stundentafel)
  • Dreiklang von Kernunterricht, Über-Mittag-Angeboten und individuellen Förderstunden
  • sinnvolle Nutzung der Lernzeit nicht nur im Unterricht, sondern auch im Vertretungsfall (Vertretungskonzept)
  • regelmäßige Überprüfung von Unterricht und Schulorganisation in den Mitwirkungsgremien (Unterrichtsentwicklung)
  • Regelmäßige Fortbildung der Lehrkräfte (Fortbildungskonzept)

Ein Schwerpunkt der abschließenden Fragerunde war die Sorge von Eltern, ob ihr Kind noch im Laufe der „Sekundarstufe I“ die Schulform wechseln könne, falls es am Gymnasium doch nicht erfolgreich sein sollte.

Hier konnten wir nicht nur darauf hinweisen, dass am Ende der Erprobungsstufe ein Rechtsanspruch auf Schulformwechsel besteht, sondern auch über die jährlichen Koordinierungsgespräche zwischen allen weiterführenden Klever Schulen berichten, in denen Einzellösungen zwischen den betroffenen Schulen angestrebt und erfolgreich umgesetzt werden.