„Frischgebackene“ Sporthelfer am Stein einsatzbereit

Das ganze Schuljahr warteten 22 Schülerinnen und Schüler, 10 Mädchen und 12 Jungen, auf den Beginn ihrer Sporthelfer/innen-Ausbildung, der wegen Corona immer wieder verschoben werden musste. Kaum jemand glaubte noch daran. Doch mit den Lockerungen im Juni ging plötzlich alles ganz schnell, und das zusammengewürfelte Team aus Siebt- bis Zehntklässlern startete in das Qualifizierungssystem des organisierten Sports in NRW bzw. erklomm die erste Stufe der Ausbildung zum Übungsleiter beim Landessportbund.

Die Teilnehmer/innen der Ausbildung wurden letztes Schuljahr von ihren Sportlehrern/innen vorgeschlagen. Voraussetzungen waren Interesse an Bewegung, Spiel und Sport und an deren Mitgestaltung in der Schule, Freude am Leiten von Gruppen und die Bereitschaft zu sozialem und freiwilligem Engagement.

Es galt, an vier Tagen 28 Lerneinheiten à 45 Minuten mit Theorie und Praxis zu absolvieren. Die Jugendlichen lernten viel über den Aufbau von Trainingsstunden, motorische Grundfertigkeiten, Vereins-Strukturen, Kommunikation und Motivation beim Anleiten von Gruppen und den Einfluss von Trainern/innen auf Sport-Biografien. Außerdem mussten die Sporthelfer/innen-Anwärter/ innen zwei Lerneinheiten als Hospitation nachweisen. Es wurde u.a. Ultimate Frisbee gespielt und ein Pyramidenturnier durchgeführt. Viele der sportlichen Jugendlichen hätten sich noch mehr Praxis-Anteile gewünscht.

 

 

Am letzten Ausbildungs-Tag konnte die Truppe ihr neuerworbenes Wissen und Können beim eigenständigen Planen und Anleiten von Sport und Spiel unter Beweis stellen. Referent Christoph Kirstein vom Kreissportbund war äußerst angetan von den Steinern: So gute Ausbildungskandidaten/innen habe er selten.

Die Sporthelfer/innen entwickelten im Abschlussgespräch auch eigene Ideen für ihren Einsatz an der Schule, z.B. Spiele in der Übermittagsbetreuung, Unterstützung bei der Durchführung der Bundesjugendspiele, Mit-Gestaltung der aktiven Pausen im Vormittag und evtl. sogar Anleiten von AGs.

Die erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung wird mit einem Qualifikationsnachweis bestätigt und das Engagement der Sporthelfer/innen auf dem Zeugnis dokumentiert.

Finanziell gefördert wird die Ausbildung über das Projekt „Fit durch die Schule“ von der AOK in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld.

Weitere Informationen finden sich unter www.sportjugend.nrw („Sporthelfer-Programm“ – „Konzeption für die Ausbildung von Sporthelferinnen und Sporthelfern“).