Die Mathe-Fahrt 2018

Jedes Jahr veranstaltet die Fachschaft Mathematik eine Fahrt für alle Schülerinnen und Schüler, die sehr gute Leistungen im Fach Mathematik erzielt haben. Dieses Jahr war das Ziel der Fahrt die Stadt Aachen und die dortige Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (kurz: RWTH).


Wir trafen uns um acht Uhr am Parkplatz und fuhren mit Begleitung der Mathematik-Lehrerinnen Frau Hommels und Frau Welz-Wölfl mit einem Reisebus nach Aachen. Dort angekommen fanden wir nach kurzer Suche das entsprechende Gebäude, wo unsere Module stattfinden sollten.
Die Schüler der Mittelstufe (Klassen 7-9) besuchten mit Frau Welz-Wölfl einen Workshop des „Infosphere“ zum „App-Inventor“. Das Infosphere ist ein Schülerlabor für Informatik an der RWTH Aachen. Dort kann man unterschiedlichste Kurse für Informatik für Kinder jeder Altersklassen besuchen, egal ob sie erst in der 5. Klasse sind, oder ob sie schon die Oberstufe besuchen. Der App-Inventor ist eine kostenlose und frei zugängliche Website, auf der man mit einer vereinfachten Programmierumgebung Apps für Android entwickeln kann. Der Kurs „Infosphere goes Android“ wurde von insgesamt vier Studenten der RWTH Aachen geleitet. Nach der Einführung durften wir zwischen vier Spielen wählen, die wir mit einer Anleitung programmieren konnten, wie zum Beispiel „Asteroids“, „Flappy Bird“ oder „Angry Birds“. Unsere Apps, welche wir paarweise an einem bereitgestellten Laptop entwickelten, konnten wir auch direkt auf einem Android-Tablet ausprobieren und auf Fehler testen. Als wir unsere Apps fertig programmiert hatten, stellten wir sie uns gegenseitig vor.
In dieser Zeit nahmen die mitfahrenden Schüler der Oberstufe (EP und Q1) an einem sogenannten CAMMP day teil. CAMMP steht für „Computational and Mathematical Modeling Program“. Dieses „Schülerlabor“ wird von Studenten geleitet. Das Thema war der sogenannte „PageRank“, der Algorithmus, mit dem Google die Suchergebnisse gliedert und, nach ihrer Wichtigkeit sortiert, anzeigt. Wir haben dort gelernt, genau solch einen Algorithmus, wenn auch stark vereinfacht, selber – mit Hilfe des Programmes „MATLAB“ – zu programmieren und anzuwenden. Hierbei mussten sowohl die gegenseitigen Verlinkungen der Webseiten, als auch die Tatsache, dass man immer wieder neue Begriffe sucht und nicht nur den Links folgt, beachtet werden. Dabei spielten vor allem die Rechnung mit Vektoren und Matrizen sowie die angewandte Stochastik (Wahrscheinlichkeitsrechnung) eine wichtige Rolle.
Während dieses Workshops lernten wir, dass sich viele Probleme des Alltags, wie zum Beispiel die Aerodynamik eines neuen Flugzeugtyps, durch mathematische Probleme beschreiben (Modellierung) und anschließend lösen lassen. Diese Methode ist deutlich kostengünstiger, als immer neue Modelle zu bauen, außerdem können so Tests an Lebewesen, zum Beispiel vor einer Tumorbestrahlung, vermieden werden.
Nach den Modulen trafen wir uns wieder und fuhren alle zusammen in die Aachener Innenstadt. Dort hatten wir dann zwei Stunden zur freien Verfügung. Diese wurden genutzt, um die Stadt und den Dom zu erkunden, etwas zu essen oder um einige Einkäufe zu tätigen. Gegen 17 Uhr fuhren wir schließlich zurück nach Kleve.
Alles in allem war die diesjährige Mathe-Fahrt eine sehr schöne Aktion, bei der wir auf jeden Fall Interessantes gelernt haben. Vielleicht hat der ein oder andere Schüler so auch Infornationen für sein späteres Wunsch-Studium mitgenommen, das in diese Richtung gehen könnte.

Alexander Buff, Q1