Das Stein in Gefahr? Aufführung des Theaterstückes „Erebos“

„Die legen da drin eine Bombe!“ „Wo?“ „Im Lehrerzimmer!“ „Wir müssen hier weg, schnell!“ Die Schüler rennen mit panischen, angsterfüllten Gesichtern in alle Richtungen des Forums davon. Kurz darauf kommen die Schauspieler lachend wieder auf die Bühne und verbeugen sich strahlend vor dem Beifall klatschenden Publikum. So endete die Aufführung des Theaterstücks „Erebos“ der beiden Literaturkurse der Q1 unter der Leitung von Frau Menne und Herrn Brüx am 20. Mai diesen Jahres.

Das Theaterstück basiert auf dem gleichnamigen Jugendroman der Autorin Ursula Poznanski, der die Geschichte eines geheimnisvollen Computerspiels namens Erebos, welches an einer Schule die Runde macht, erzählt. Dabei müssen die Spieler über die fiktive Welt des Spiels hinaus auch Aufgaben, sogenannte Aufträge, in der Realität erfüllen und dienen damit einem bestimmten Zweck, der ihnen jedoch nicht bekannt ist. Als das Spiel Überhand zu gewinnen droht, bildet sich eine Rebellengruppe gegen das Spiel und versucht, es an der Umsetzung seines vermeintlichen Ziels zu hindern. In unserer Version der Geschichte war dieses die Zerstörung des Stein-Gymnasiums.

Das Stück besteht aus einer Mischung aus Theaterszenen, die von Schülern aus Herrn Brüx’ Literaturkurs umgesetzt wurden, und Filmszenen, um die sich der Literaturkurs von Frau Menne kümmerten. Für die Darstellung der Geschichte bot sich diese Umsetzung perfekt an, da in den Theaterszenen so das reale Leben dargestellt werden konnte, während die fiktive Spielwelt von Erebos, sowie die Aufträge in der Realität, in den Filmen realisiert wurden.

Damit unser Theaterstück mit verschiedenen Medien funktionieren konnte, war selbstverständlich eine gute Zusammenarbeit mit diversen Absprachen zwischen den beiden Kursen gefragt. Darüber hinaus galt es zunächst, den Roman in eine bühnen- und filmtaugliche Version umzuschreiben, später, das Schauspielern zu üben, Texte zu lernen und viel zu planen. Obwohl die Vorbereitung des Stücks uns alle einige Zeit und Nerven gekostet hat, hat sie uns dennoch sehr viel Freude bereitet.

Wir als Literaturkurse möchten uns noch einmal ganz herzlich bei unseren Kursleitern Frau Menne und Herrn Brüx, die uns bei der Entwicklung und Umsetzung des Stücks mit Rat und Tat zur Seite standen, bei Herrn Köhler und der Technik-AG, die sich am Tag der Aufführung und bei der Generalprobe um das Licht kümmerten, und beim Förderverein, der uns großzügig unterstützte, bedanken. Ohne sie wäre diese Aufführung niemals so reibungslos auf die Bühne gegangen.

Vielen Dank auch an das Publikum, das fleißig geklatscht und der Geschichte mitgefiebert hat, was uns allen gezeigt hat, dass unsere Arbeit sich gelohnt hat.

Schließlich bleibt nur noch die Frage zu klären, ob unsere Schule wirklich in die Luft geflogen ist, oder nicht. Nun, man weiß es nicht sicher. Gerüchten zur Folge wurde die Bombe entschärft, angeblich nahm alles ein friedliches Ende. Wir hoffen natürlich, dass das stimmt und das Stein mindestens für die nächsten 200 Jahre an Ort und Stelle stehen bleibt.

von Kathrin Asmus