Gelungene Kooperation zwischen dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium und der Hochschule Rhein-Waal im Rahmen einer experimentellen Facharbeit

Was zunächst als Erfüllung einer verpflichtenden Sicherheitsbestimmung gedacht war, erwies sich als besonderer Glücksgriff.

Arina Lokschin, Schülerin des Biologie-LK der Q I (Jahrgangsstufe 11), hatte sich bei der Wahl ihres Facharbeitsthemas für die Transformation von Bakterien entschieden. Sie erhielt von Ihrem Fachlehrer die Aufgabe, ein schulgeeignetes Experimentier-Kit zu erproben, das eine Transformation von E. coli-Bakterien mit einem Gen einer pazifischen Qualle ermöglicht. Bei erfolgreichem Verlauf des Experiments sollen die Bakterien, die üblicherweise den Darm von Säugetieren besiedeln, durch das übertragene Gen die Fähigkeit erhalten, wie die Qualle Aequorea victoria bei Beleuchtung mit UV-Licht grün zu fluoreszieren. Das klingt schon schwierig und das ist es auch.

Zunächst bestimmt das Gentechnik-Gesetz, dass ein solches Experiment nur in einem Sicherheitslabor der Stufe 1 durchgeführt werden darf. Der bestehende Kontakt zwischen dem FvSG und der HRW hat es ermöglicht, dass Arina das dort vorhandene Sicherheitslabor in der vorlesungsfreien Zeit nutzen durfte. Sie hat sich natürlich darüber gefreut, auf diese Weise schon einmal Hochschulluft zu schnuppern. Über einen Zeitraum von fünf Tagen arbeitete sie unter Aufsicht ihres Biologielehrers nachmittags stundenweise im Labor der Hochschule.

Bei ihren Experimenten wurde Arina von Herrn Ralf Lucassen und Frau Britta Brands (ehemalige Schülerin des FvSG, Abi 2001!) in technischen Fragen sehr hilfsbereit und freundlich unterstützt. Sie stellten Arina auch einige Geräte der Hochschule zur Verfügung, die ihr bei der Optimierung ihrer Laborarbeiten geholfen haben. Dafür ein großes „Dankeschön“.

Nach Abschluss ihrer Laborarbeiten, die tatsächlich zu einer erfolgreichen Gentransformation der Bakterien führten (s. Bild mit einer grün fluoreszierenden Bakterienkolonie), hat Arina ihre Experimente so erfolgreich dokumentiert und ausgewertet, dass sie für ihre Facharbeit die Bestnote erhielt.