Shakespeare-Highlights am Freiherr-vom-Stein

Englischsprachige Phoenix-Theatertruppe bringt ein fulminantes Stücke-Potpourri auf die Bühne

Was haben eine Wand, ein Baum und eine Löwin gemeinsam? Sie besuchen das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium und geben sich normalerweise als Englischlehrer sowie Oberstufenschüler und -schülerin zu erkennen.

Am Dienstagmorgen jedoch mussten diese und andere Zuschauer in der gut gefüllten Aula die beiden quirligen Schauspieler des englischsprachigen Phoenix-Theatre aus Tönisvorst kräftig bei dem gelungenen Versuch unterstützen, gleich drei berühmte Shakespeare-Stücke zu präsentieren.

Los ging es mit dem Pyramus-und-Thisbe-Stück, das als Stück-im-Stück aus Ein Sommernachtstraum = A Midsummer Night’s Dream stammt. Zwischen Slapstickeinlagen und scheinbarem Improvisationstheater bekamen die Schülerinnen und Schüler sowie etliche interessierte Lehrer längere Shakespeare-Zitate geboten.

Es folgte Romeo and Juliet im Zeitraffer, was zu urkomischen Szenen führte, als acht Schülerinnen und Schüler den Ball, an dem sich das Liebespaar kennenlernt, mit höfischem Tanz andeutete.

Auch gestorben wurde mit großer Begeisterung. Eine Leiche – es war Romeos Freund Mercutio – wollte die Bühne gar nicht mehr freigeben.

Blieb noch eine der blutigsten Tragödien des ‘Bard’, Macbeth. Bewundernswert, wie schnell und nachvollziehbar die beiden Schauspieler als Erzählerin und als Darsteller mit acht verschiedenen Rollen den Stein-Schülern das schreckliche Geschehen im alten Schottland beibrachten.

Der warme Applaus galt einer jungen Dame und einem jungen Mann, die anschließend in ihrer Muttersprache Englisch Fragen zu ihrer Ausbildung, ihrer Karriere, aber auch zu ihrem persönlichen Leben beantworteten.

Eine gelungene Veranstaltung, die die Schülerinnen und Schüler der Q1 und 2 in ihre unmittelbar und demnächst bevorstehende Unterrichtseinheit Shakespeare lebendig einführte.

GREB