Der ganze “Ring des Nibelungen” in nur einer Stunde? Der Jahrgang 7 hat’s getestet!

Richard Wagners Opern-Zyklus “Der Ring des Nibelungen” ist aus vielen Gründen bemerkenswert, nicht nur, weil er bemerkenswert lang ist. Eine Aufführung aller Teile dauert mehrere Abende. Wie kann man so eine komplexe Handlung in einer nur eine Stunde dauernde Aufführung zusammenfassen? Das wollten die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums natürlich auch gerne wissen.
Und weil es noch eine bemerkenswerte Eigenschaft der Opern Wagners gibt, nämlich die der “Leitmotive”, stellten die Schülerinnen und Schüler gleich auch noch einen Universitätsbesuch voran…

Es ging also mit einem Besuch der Kinder-Uni in Kleve los. Manfred Hendricks, Leiter einen kleinen privaten Musikschule in Goch, erzählte in einer Vorlesung, wie Musik Geschichten erzählen kann und führte damit auch gleich ein wenig in die Opern Wagners ein. Musikalische, kleine Melodien können nämlich für Figuren oder Gegenstände in Handlungen stehen und wenn man diese Melodien hört, weiß man schon eine Menge über diese Figuren oder Gegenstände. Und weil diese Melodien durch die Handlung leiten, nennt man sie praktischerweise “Leitmotive”.

Mit diesem Wissen aus der Kinder-Uni gewappnet war es dann auch nicht schwer, der Opernhandlung am 18.09.2016 in der Stadthalle Kleve zu folgen. Turbulent und mit Slapstick sauste das Mini-Ensemble kindgerecht durch die Handlung, sparte dabei eine Menge an nebensächlichen Handlungen aus und präsentierte so den Plot in tatsächlich nur einer Stunde. Kurzweilig war der Nachmittag – aber auch beeindruckend, denn die noch jungen Sängerinnen und Sänger sind halt ausgebildete Opernsänger und konnte deshalb mit ihren Stimmen mächtig loslegen. Das bekommt man in Kleve nicht alle Tage geboten!