„Praxistest“ Englisch

Wie kann ich auf Englisch Tickets fürs Kino bestellen? Wie kann ich im Café etwas zu Essen bestellen? Und was muss ich sagen, wenn ich auf der Polizeiwache oder in einem Sportladen bin? Schaffe ich es schon, auf Englisch ein Tier zu beschreiben, einen Gastschüler zu begrüßen oder in der Touristeninformation nach dem Weg zu fragen?

Diese Fragen durften alle Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen am English Project Day, der am 14. und 21. Mai 2019 in jeweils zwei Doppelstunden durchgeführt wurde, beantworten. Hierfür haben sich die Q1-Schüler unseres Cambridge-Kurses, die gerade ihr Cambridge English Examen bestanden haben, verschiedene Stationen zu alltäglichen Situationen einfallen lassen, an denen die Sechstklässler ihre Kommunikationsfähigkeiten unter Beweis stellen konnten. Und dies gelang den Unterstufenschülerinnen und -schülern nach zwei Jahren Englischunterricht an unserer Schule schon wirklich gut. Nur manchmal wurde ein bisschen Hilfe der „Großen“ gerne angenommen. Das Fazit der „Kleinen“ nach zwei gemeinsamen Unterrichtsstunden: „Manchmal war es ein bisschen knifflig, aber die Oberstufenschüler waren echt nett und hatten gute Ideen. Außerdem war das Essen, was wir z.B. im Café oder im Kino bekommen haben, echt lecker!“ Das klingt nach einer Wiederholung im nächsten Jahr.  

SCHD/MÖLC

Das Stein erneut bundesweit vorn

Maja Schulte, Jahrgangsstufe Q1, wird im Finale des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen in Wuppertal im September antreten. Sie hat es geschafft sich mit 48 weiteren Bewerbern aus allen Bundesländern für die Finalrunde zu qualifizieren.

Der Wettbewerb begann bereits im Herbst 2018 mit dem Einreichen zweier Beiträge. In englischer Sprache überzeugte sie mit einem Videobeitrag und kommentierte den Zusammenschnitt danach auf Französisch.

Daraufhin gehörte sie bereits zu den besten Teilnehmern Deutschlands, die in der zweiten Wettbewerbsrunde antreten durften. Im Januar 2019 schrieb Maja in englischer Sprache eine Klausur über die Bedeutung von sozialen Netzwerken und die Nutzung von neuen Medien. Nach der Klausur mit Textanalyse und Stellungnahme wurde in der zweiten Sprache, bei Maja Französisch, in einer weiteren Klausur auch die situationsgebundene Übersetzungsfähigkeit (Mediation) geprüft. Ein deutscher Text über Telefonieren in der Öffentlichkeit musste auf Französisch zusammengefasst werden. Die besondere Schwierigkeit hier: Nach 20 Minuten bekamen die Wettbewerbsteilnehmer den Ausgangstext wieder weggenommen und mussten aus dem Gedächtnis weiter damit arbeiten. Bei all dem haben die Prüflinge viel Freiraum, den sie selbstständig und wortgewandt mit viel Kreativität, Weltwissen, kritischem Denken und Problemlösungsstrategien füllen müssen, um die Jury zu überzeugen.

Im September tritt Maja in der Endrunde des Wettbewerbs in Gruppendiskussionen, Einzelgesprächen und zusätzlich noch in einer dritten Fremdsprache, bei Maja Niederländisch, an und kann Sachpreise, Sprachreisen oder sogar ein Stipendium der ,,Studienstiftung des Deutschen Volkes” gewinnen. Bei diesem dreitägigen Finale wohnt man mit den anderen Kandidaten zusammen und trifft auf Gleichgesinnte mit ähnlichen Interessen.

„An unserer Schule gibt es viele begabte und motivierte Schülerinnen und Schüler“, sagt Tamara Kutscher, Koordinatorin des Wettbewerbs am Stein, „Um sie angemessen zu fördern, brauchen sie gelegentlich Anreize, die über das normale Maß hinaus gehen sowie den Vergleich oder Austausch mit anderen Jugendlichen über Ländergrenzen hinweg. Das ist Teil unseres Programms zur individuellen Förderung.“

Back to the roots – Der Autor Christoph Klimke liest am „Stein“

Auf Einladung von Frau Settnik- Schaufenberg hielt der Schriftsteller Christoph Klimke im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Kleve für die Schülerinnen und Schüler der Q1 eine Lesung.

Klimke besuchte unser Gymnasium, an dem auch sein Vater unterrichtet hatte, in den 1970er Jahren. Schon während seiner Schulzeit fing er an Gedichte zu verfassen, und heute veröffentlicht er neben Lyrikbänden und Prosa auch Auftragsarbeiten für das Theater sowie Libretti und übersetzt aus dem Italienischen.

Klimke hat auch für einige Jahre in Italien gelebt und gearbeitet, wohnt zur Zeit jedoch in Berlin.
Den Beginn seiner Lesung machte der Gedichtband „Fernweh“, der neben einer Liebeserklärung an Sizilien auch die Themen Aufbruch sowie Veränderung behandelt.

Anschließend las er aus seinem Buch »Der Koloss«, das erst kürzlich erschienen ist, vor. »Der Koloss« handelt von dem Journalisten Klaus. Bei einer Krebsnachuntersuchung findet sein Arzt etwas Merkwürdiges, doch bis sicher ist, um was es sich handelt, dauert es noch vier Wochen. In dieser Zeit sieht sich Klaus erneut mit seinen Ängsten konfrontiert und erlebt eine Reise in seine Vergangenheit.

Das Buch, an dessen Handlung Klimke fast zwanzig Jahre lang feilte und das er innerhalb eines halben Jahres schrieb, wie wir in der Fragerunde erfuhren, lebt von seinen eigenen Erfahrungen und erzählt von seiner Jugend in Kleve. So werden zum Beispiel gute und schlechte Ereignisse in der Schulzeit sowie Schneckenrennen im Garten beschrieben oder, wie der Protagonist beim alten Radhaus einen Joint raucht.

Abgeschlossen wurde die Lesung mit einer Fragerunde, bei der wir beispielsweise erfuhren, dass Klimke Berlin den Rücken kehren werde um nach Hamburg zu ziehen. Kleve bliebe er aber weiterhin verbunden, da seine Familie hier lebe. Des Weiteren erzählte er, wie er an das Schreiben seiner biographischen Libretti herangeht: So finge er mit dem Tod seiner Hauptfigur an und arbeite sich von dort auch durch ihr Leben. Dennoch werden nicht alle Ereignisse so geschildert, wie sie wirklich stattgefunden haben. Einige sind erfunden, während andere entsprechend der Sicht der Hauptfigur verzerrt werden; ganz so, wie auch unserer Erinnerungsvermögen funktioniert.

Als wir später im Unterricht über die Vorlesung sprachen, kristallisierte sich heraus, dass wir froh waren, einer Lesung haben beiwohnen und uns mit dem Autor über seine Werke austauschen zu können. Christoph Klimke gelang es, uns über eineinhalb Stunden mit seinen Erzählungen und Texten gut zu unterhalten, lediglich beim Vortrag der Gedichte hätten wir es angenehmer gefunden, diese für ein tiefergehendes Verständnis in schriftlicher Form vorliegen zu haben.

Insgesamt betrachtet war es ein abwechslungsreicher und lohnenswerter Vormittag, der es uns ermöglichte, uns mit heutiger Literatur zu beschäftigen. Wir würden uns freuen, wenn auch nachfolgende Jahrgänge die Möglichkeit hätten, Christoph Klimke zu erleben.

Melisa Vatansever (Q1)

Englandfahrt 2019

Dieses Jahr war nun auch endlich unsere Stufe in Bristol auf Englandfahrt. Alle teilnehmenden Schüler der 8. Klassen des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums und die begleitenden Lehrer brachen am 25.02.19 um 7.00 Uhr morgens mit dem Reisebus voller Freude nach England auf.

Montagmorgen sind wir nach Calais gefahren und von dort nach Dover übergesetzt. Bevor wir in Bristol angekommen sind, haben wir uns noch Windsor angesehen und gegen 20.00 Uhr haben wir dann endlich unsere Gastfamilien kennengelernt.

Am nächsten Tag, den 26.02.19, besichtigten wir Worcester, unsere Partnerstadt. Dort gingen wir zur King‘s School und trafen englische Schüler, mit denen wir uns austauschten. Wir alle fanden ihre Schuluniformen schön und wünschten, dass wir auch so eine bekämen. Außerdem besichtigten wir die gegenüberliegende Kathedrale, welche sehr imposant und beeindruckend auf uns wirkte. Daraufhin besuchten wir den Bürgermeister, welcher uns vieles über die Geschichte von Worcester erzählte und uns das Rathaus zeigte. Am Abend sind wir wieder zu unseren Gastfamilien zurück gekehrt.

Am Mittwoch sind wir nach Bristol gefahren und haben dort eine kleine Sightseeing-Tour gemacht, bei der wir auch über die Clifton Suspension Bridge gelaufen sind, was ein tolles Erlebnis war. Danach konnten wir entweder die Stadt erkunden oder in das Museum „We the curious“ gehen. Außerdem waren wir in den BBC Studios, wo wir nach einer Führung selber die Nachrichten moderieren oder im Radio tätig sein durften.

Am Donnerstag, den 28.03.19 besichtigten wir das St. Fagans National History Museum in Wales und erhielten so einen Einblick in das Leben der Menschen früher. Später bastelten wir dann dort auch Puppen aus hölzernen Wäscheklammern und Stoffresten. Genauso wie sie auch früher von Kindern mit Freude gemacht wurden, hatten auch wir sehr viel Spaß. Danach fuhren wir mit dem Bus weiter zum Cardiff Castle und in die Stadt. In Cardiff erkundeten wir in kleineren Gruppen die Stadt und erstatten viele kleine Andenken für uns und unsere Familien.

Am Freitag fuhren wir dann mit dem Bus nach Bath und besichtigten die Roman Baths. In dem Gebäude erfuhren wir viele interessante Informationen über die Römer und machten auch viele Fotos. Später besuchten wir dann noch ein Theater, das Selbstfindung thematisierte und erkundeten in Kleingruppen die Stadt. Danach begann auch schon die Fahrt zurück nach Hause, sodass wir am Samstag um 8.00 unsere Schule erreichten und wieder mit unseren Familien vereint waren.

Maja Schulte beim Sprachenturnier in Meißen

Fremdsprachen sind fantastisch!“ Diesen Satz habe ich, Maja Schulte (Q1), während meiner Teilnahme am Sprachenturnier des Beundeswettbewerbs Fremdsprachen diese Woche ungefähr 25 mal gehört, denn Herr Sicking, der Leiter des Bundeswettberwerbs Fremdsprachen begann jede seine Ansprachen mit diesem Satz. Und wenn man ihn so oft hört, dann verinnerlicht man ihn nicht nur, sondern man merkt auch wie engagiert und mit wie viel Freude alle Teilnehmer und ehrenamtliche Juroren zum diesjährigen Sprachenturnier in Meißen zusammenkamen. Das Sprachenturnier ist das bundesweite Finale des Fremdsprachenwettbewerbs, zu dem insgesamt 66 Jugendliche aus ganz Deutschland und sogar eine Schülerin einer deutschen Auslandsschule in Spanien anreisten.

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